|
Beispiele von Schädlingen & Ungeziefer |
|
|
Gemeine Küchenschabe
Die Gemeine Küchenschabe( Blatta orientalis), auch bekannt als
Kakerlake, Bäckerschabe oder Orientalische Schabe, ist eine Art der
Schaben, die vor allem durch ihre Lebensweise in menschlichen
Behausungen als Vorratsschädling bekannt ist. Neben der Deutschen Schabe
und der Amerikanischen Großschabe gehört sie zu den weltweit am
häufigsten in Haushalten anzutreffenden Schaben, die unter dem Begriff
Küchenschaben (engl. cockroach, span. cucaracha) zusammengefasst werden.
Sie ist wie alle Schaben sehr lichtscheu und hat eine rotbraune
Körperfarbe. Mit einer Laufgeschwindigkeit von bis zu 5,4 km/h gilt die
Gemeine Küchenschabe außerdem als das schnellste krabbelnde Insekt.
|
|
|
Motten Motten sind klein bis mittelgroß und haben schmale,
befranste Flügel. Ihr Saugrüssel ist verkümmert. Die Raupen leben in
Gespinströhren, in welchen ebenfalls die Verpuppung stattfindet. Einige
von ihnen sind bedeutende Schädlinge an Vorräten und anderen Materialien
im menschlichen Umfeld. Bekanntester Vertreter ist die Kleidermotte |
 |
|
Ameisen
Ameisen gehören zu den staatenbildenden Insekten. In
den Ameisenstaaten gibt es strikte Arbeitsteilung. Neben Königinnen
kommen Arbeiterinnen und manchmal auch Soldaten vor. Ameisen sind in der
Regel flügellos, allerdings werden für die Vermehrung zumeist beflügelte
Weibchen und Männchen herangezogen.
Weltweit gibt es über 12.000 bisher bekannte Arten. Ameisen sind
beweglich und anpassungsfähig. Man findet sie in tropischen Urwäldern
und am Polarkreis, im Hochgebirge und in den Wüsten. Einzig in Island,
Grönland, der Antarktis und in Teilen Polynesiens sind sie nicht
beheimatet. In Europa kommen circa 180 Arten vor.
In der Zivilisationslandschaft sind Ameisen trotz
vieler guter Eigenschaften nicht gern gesehene Gäste. Denn sie können
auch große Schäden anrichten, wie etwa Ernteameisen, die ganze
Saatfelder leer fressen oder Pharaonenameisen, die Krankenhäuser erobern
und dort Krankheitserreger einschleppen.
|
 |
|
Fliegen
Bei einer Massenvermehrung können Fliegen äußerst
lästig werden und in der Landwirtschaft sogar verminderte Fleisch- u.
Milchleistung bei der Viehhaltung bewirken. Auch einzelne Fliegen können
erheblichen Schaden anrichten. Innerhalb weniger Stunden kann eine
Fliege durch ihren Kot bis zu 100 klebrige schwarze Flecken (Durchmesser
ca. 0,7mm) auf Papier, Tapete, etc. hinterlassen.
Sehr wenige Fliegenarten, von diesen jedoch häufig
viele Individuen, können sich auch an Orten (Kot und Unrat) aufhalten,
die nicht nur aus menschlicher Sicht als unhygenisch angesehen werden
müssen. Dort ist es möglich, dass sie pathogene Keime aufnehmen, diese
als Vektoren transportieren und auf Mensch und Tier übertragen.
Sehr wenige Fliegenarten, von diesen jedoch häufig viele Individuen,
können sich auch an Orten (Kot und Unrat) aufhalten, die nicht nur aus
menschlicher Sicht als unhygienisch angesehen werden müssen. Dort ist es
möglich, dass sie pathogene Keime aufnehmen, diese transportieren und
auf Mensch und Tier übertragen. Besonders diverse Arten der
Familien Schmeißfliegen, Fleischfliegen und Echte Fliegen (die weit
verbreitete Stubenfliege) haben eine Bedeutung als Lästlinge und
Krankheitsüberträger. Ihre Maden sind Abfallverwerter und leben
vorwiegend von toten pflanzlichen und tierischen Substanzen. Sie leben
aber auch gerne in lebendem Gewebe und lösen dort als Krankheitserreger
eine Myiasis aus (meint im engeren Sinne das durch parasitären
Hautmadenfraß, unter anderem Larva migrans, verursachte Krankheitsbild).
|
 |
|
Hausspinne
Die
Hausspinne zählt sicher zu den häufigsten Spinnen überhaupt. Ihre
Körperlänge beträgt beim Weibchen 12 - 18 mm und beim Männchen 13 - 15
mm. Sie kann ihre 8 Beine bis zu 50 mm weit ausstrecken. Sie legen Ihre
Eier in grossen Gruppen in Seidenkokons ab. Die Jungspinnen durchlaufen
im Abstand von 1 – 4 Wochen vier Häutungen. Ausgewachsene Spinnen haben
eine Lebens-dauer von bis zu 2 Jahren. Unsere heimischen Spinnenarten
sind Insektenjäger. Spinnen welche sich durch Menschenhand bedroht
fühlen, versuchen zu beissen, sind aber meistens nicht in der Lage die
menschliche Haut zu durchdringen.
Ihr Lebensraum befindet sich hauptsächlich in Gebäuden, wie auch unter
Steinen. In ihren weit ausladenden Netzteppichen befinden sich am Ende
ihre Wohnröhre, von wo aus sie auf ihre Opfer lauern; ausschließlich
Insekten.
Die Hausspinne ist nachtaktiv. Bei Dunkelheit sieht man vor allem die
Männchen ausserhalb ihrer Netze umherschweifen. Nicht selten geraten sie
dabei in Wasch-becken oder Badewannen, aus denen sie nicht mehr
entkommen können.
Gewisse tropische Spinnen werden öfters mal mit Zollgütern
eingeschleppt. Einige Arten, wie unter anderem die Schwarze Witwe (Latrodectus
mactans), sind für den Menschen gefährlich.
|
 |
|
Ratten
Ratten gelten als Nahrungsmittelschädlinge.
Der in der Landwirtschaft durch sie verursachte Schaden ist enorm, so
dass gegen sie Schädlingsbe-kämpfungsmittel eingesetzt werden. Zudem
treten sie in Gartenanlagen auf, wo besonders Wurzeln und Knollen
angenagt werden.
Auch Gebäude werden in Mitleidenschaft gezogen, weil diese Nager Wasser-
und Abwasserleitungen beschädigen können. Zudem ist die Verbreitung von
Krankheitserregern durch die Ratten ein Problem, nach der
Schädlingsbekämpfung müssen die Räume zusätzlich desinfiziert werden.
Ratten als Krankheitsüberträger
Freilebende Ratten können, ebenso wie nahezu alle anderen Tiere, als
Vektoren direkt oder indirekt diverse Krankheitserreger mit den von
ihnen ausgelösten Krankheiten übertragen.
Über den Rattenfloh, der durch seinen Biss auch Menschen mit dem
Bakterium Yersinia pestis infizieren kann, können freilebende Ratten
indirekt Überträger der Pest sein. Ob die Epidemien in der Antike und
vor allem im Mittelalter in Europa (Schwarzer Tod) jedoch wirklich auf
dieses Bakterium und den damit verbundenen Übertragungsweg
zurückzuführen sind, wird heute angezweifelt. Möglicherweise handelte es
sich um eine virale Infektion.
Ratten als Erregerwirte
Freilebende Ratten sind neben anderen kleinen Nagern Reservoirwirte für
diverse Borrelienarten (Bakterien), die dann von Vektoren wie z.B.
Zecken auf Tier und Mensch übertragen werden können.
Mäuse Trotz ihrem putzigen Aussehen gehören auch Mäuse
zu den Schädlingen.
Mäuse nehmen fast alle Nahrungsmittel an. Bevorzugt werden aber Getreide
und Getreideprodukte. Ganze Körner sind besonders beliebt, weil diese
zwischen den Vorderpfoten festgehalten werden können.
Schaden
Mäuse sind durch das ständige Nachwachsen ihrer vorderen Schneidezähne
gezwungen, regelmäßig zu nagen. Diese Eigenschaft hat nichts mit Hunger
zu tun und generell werden alle Materialien, die hart genug sind die
Zähne abzunutzen, in Mitleidenschaft gezogen.
Durch das Annagen von elektrischen Leitungen können Brände entstehen
oder ganze EDV- und Produktionsbereiche stillgelegt werden. Darüber
hinaus werden Lebensmittel verunreinigt und sind dadurch nicht mehr für
den menschlichen Verzehr geeignet.
Mäuse sind Überträger vieler Krankheiten, wie z.B. Salmonellen und
Typhus.
|
 |
|
Amerikanische Schaben (Periplaneta americana)
Mit einer Körpergrösse von 28 – 40 mm
gehört die amerikanisch Schabe zur Gattung der grössten Hausschabe.
Männchen sowie Weibchen haben eine leuchtende rotbraune Färbung. Beide
sind flugfähig und können sehr schnell rennen.
Die Eipakete enthalten ca. 15 – 20 Eier. Das Weibchen trägt die Eipakete
noch ein paar Tage mit sich bevor sie diese sicher festklebt. Die
Nymphen haben die Schlupfreiffe nach ca. 30 – 60 Tagen, je nach
Temperatur erreicht und entwickeln sich je nach Gegebenheiten innert 5
bis 15 Monate. Diese Schabenart ist in Gebäuden, Kellern,
Abwasserkanalisationen, Rohr- und Steigleitungen anzutreffen. Sie ist
vorwiegend nachtaktiv und gilt als Allesfresser.
|
 |
|
Haustaube, Columbia livia domestica
Tauben haben einen kurzen Hals, einen gedrungenen Körberbau und einen
spitzen Schnabel. Diese Vogelfamilie kommt mit ihren mehr als 40 Arten
beinahe weltweit vor. Sie fressen Körner, Früchte und andere weiche
Pflanzenteile. Viele Taubenpaare führen eine lebenslange Ehe. Das
Weibchen legt mehrmals im Jahr je zwei weisse Eier. Die Jungen schlüpfen
nach 17 bis 20 Tagen. Die verwilderte Haustaube oder Stadttaube, lebt in
unseren Städten in Schwärmen, die bis zu 100 Tiere gross sein können.
Sie besetzen leere Dachböden und Kirchtürme, Brücken, Mauernischen und
Gesimse um dort ihre Nester zu bauen und die Jungen aufzuziehen.
Eine Taube produziert pro Jahr etwa 2-3 Kg Kot. So kann man sich leicht
vorstellen, dass sich die Kothäufen eines Schwarmes zu einer
beträchtlichen Menge summieren. Die Kotberge auf Simsen und in
Abflussrinnen werden nicht selten mehrere Zentimeter hoch. Besonders in
historischen Altstädten bieten sich den Tieren zahlreiche
Nistmöglichkeiten in Winkeln und Nischen. Zusammen mit Regenwasser
„ätzt“ der Taubenkot den Sandstein, wodurch diesem das Bindemittel
entzogen wird und so das Baumaterial verwittert. Zusätzlich wird oftmals
durch den Nestbau der Tiere in Abflusskanälen die Entwässerung der
Dachflächen behindert.
Nicht nur die Verschmutzung und Beschädigung der Gebäude durch den
schleimigen, ätzenden Kot der Tauben ärgert die Menschen. Auch das
allmorgendliche Flattern und Gurren auf unseren Balkonen, sowie der
Gestank des grünweissen Kots, führen häufig zu Beschwerden bei den
öffentlichen Ämtern. Viel schwerer als die Belästigung durch
Verschmutzung, Gestank oder Lärm wiegt jedoch die Tatsache, dass die
Haustaube Überträger von gefährlichen Krankheiten und Parasiten sein
kann. Vor allem Kranke, Kinder und ältere Personen laufen Gefahr, sich
durch Krankheitskeime im Taubenkot zu infizieren: Dieser enthält häufig
Salmonellen, die beim Menschen zu schwerwiegenden
Magen-Darm-Erkrankungen führen können. Auch Tuberkulose-Bakterien sind
vielerorts in Taubenpopulationen zu finden. Die Tiere müssen selbst
nicht krank sein, fungieren aber als Zwischenwirt. Im Gefieder und vor
allem an den Nistplätzen der Tauben tummeln sich oft Heerscharen von
Parasiten und anderen Gliedertieren. Neben Federlingen, Taubenzecken und
Vogelmilben können Bettwanzen, Mottenlarven, Brot- und Speckkäfer,
Moderkäfer oder Staubläuse aus dem Umfeld in unsere Wohnungen
einwandern.
|
 |
|
Bettwanze (Cina lectarius)
Die Bettwanze ist ca. 4 – 5 mm gross. Sie ist sind leicht an ihrem
ovalen breiten und abgeflachten Körper zu erkennen und besitzt ein
stechendes und saugendes Mundwerkzeug. Das Weibchen legen bereits
embryonierte Eier ab und haftet diese mit einem Kittdrüsensekret auf
Unterlagen fest. Die heranwachsende Larve häutet sich bis zum Vollkert
5x. Die Entwicklungsdauer, Grösse und Alter sind unter anderem von
Temperatur und den vorhandenen Nahrungsquellen abhängig. Die Wanze legt
innerhalb von 2-3 Monaten ca. 200–500 embryonierte Eier ab. Jeweils ca.
10–40 Stück auf einmal. Die Bettwanze ist grundsätzlich nachtaktiv und
sondern einen unangenehm reichenden Stoff ab.
|
 |
|
Speckkäfer (Dermestes lardarius)
Der Speckkäfer hat ausgewachsen eine Grösse von ca. 7 – 9 mm. Die
Flügeldecken befinden sich auf der vorderen Hälfte und sind für diesen
Käfer typisch gelbbraun, leicht behaart und weisen 3 grosse schwarze
Flecken auf. Ansonsten ist der Speckkäfer schwarz und die Unterseite
weisslich-grau. Die Eier sind leicht weisslich glänzend und ca. 2 – 3 mm
gross. Die gefrässigen Larven fressen sich durch die
Verpackungsmaterialien hindurch und sind ca. 10 – 14 mm gross. Auf der
Rückseite sind sie mit langen seitlichen leicht braun gefärbten Haaren
besetzt. Segment- und Bauchseite sind leicht gelblich behaart. Der
Speckkäfer ernährt sich vorwiegend von tierischen Erzeugnissen und
benötigt ca. 2 – 3 Monate für seine Entwicklung.
|
 |
|
|
|
|
Copyright © 1998-2008 für den Inhalt bei
Pest Control - Alle Rechte vorbehalten. |
|